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Das Gestein des Jahres wird jeweils von einem Expertengremium unter Leitung des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler (BDG) ausgewählt, mit dem Ziel, Gesteine, die aufgrund ihrer geologischen Entstehung und wirtschaftlichen Bedeutung bemerkenswert sind, in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Termine 

03. Mai 2019 Präsentation des Gestein des Jahres bei der Firma Rathscheck Schiefer in Mayen

 

Schiefer: Gestein des Jahres 2019

 

Schiefer ist schon seit der Antike ein beliebter Werkstoff, nach ihm wurden ganze Gebirgszüge benannt.

Schiefertafel und Schiefergriffel, mit denen sich noch bis in das letzte Jahrhundert hinein Generationen von Schulkindern an Buchstaben und Zahlen ausprobierten, kennt man heute nur noch aus Museen.

Bild: Britta Graumann, Naturpark Thüringer Schiefergebirge Obere Saale

Poster zum Gestein des Jahres

Gedruckte Exemplare können Sie über die Bonner Geschäftsstelle des BDG anfragen (solange der Vorrat reicht).

   

Als edle und beständige Dacheindeckung wird das Gestein jedoch nicht so schnell zu verdrängen sein. Auch der Loreleyfelsen bei St. Goarshausen, der berühmte Schieferfelsen im UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal, wird seine Bedeutung immer behalten und hat schon Heinrich Heine inspiriert.

Schiefer wurde bereits im antiken Rom zum Decken von Dächern genutzt. Der Bedarf an dichten und haltbaren Dächern aus Schiefer wuchs im Zuge der industriellen Revolution allerdings so sehr, dass der Abbau in den deutschen Mittelgebirgen erheblich zunahm und ganze Gebirgszüge wie das Thüringer Schiefergebirge und das Rheinische Schiefergebirge nach dem dort vorkommenden Gestein benannt wurden. In Geoparks und Museen, wie etwa im Geopark Schieferland an der Grenze zwischen Thüringen und Bayern, werden geologische Verhältnisse, Gewinnung und Verarbeitung von Dachschiefern anschaulich demonstriert.

Gestein des Jahres

2018: Steinkohle
2017: Diabas
2016: Sand
2015: Gneis
2014: Phonolith
2013: Kaolin
2012: Quarzit
2011: Tuff
2010: Kalkstein

 

 

Schiefer gilt außerdem als ideales Material für Fußböden und Wände, da er sowohl Hitze- als auch Kälteresistenz mit Haltbarkeit und Ästhetik verbindet. Zudem ist er resistent gegen Umwelteinflüsse und Tausalz und lässt sich leicht bearbeiten. Weiterhin werden ihm ein geringes Wasseraufnahmevermögen und hohe Druckfestigkeit zugesprochen.

Noch heute existieren in Oberfranken (Geroldsgrün), Hunsrück (Altlay) und dem Hochsauerlandkreis (Magog-Gomer-Bierkeller) Schieferbergwerke. In diesen und den Regionen früherer Schiefergewinnung ist die Landschaft geprägt durch Häuser mit Schieferdächern und – wandbehang.

Bild: Peter Möller, Naturpark Thüringer Schiefergebirge Obere Saale

Schiefer entstand in unseren Breiten überwiegend im Devon bis ins Unterkarbon hinein, also vor ca. 350 bis 400 Millionen Jahren, aus den Ablagerungen von Tonschlamm. Durch Druck verfestigte sich dieser zunächst zu Tongestein und wurde dann bei der späteren Gebirgsbildung durch seitlichen Druck aufgefaltet. Seine herausragendste Eigenschaft ist die sehr gute Spaltbarkeit entlang engständiger paralleler Flächen, den sog. Schieferungsflächen.

 

Kontakt:

Manuel Lapp Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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