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Das Gestein des Jahres wird jeweils von einem Expertengremium unter
Leitung des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler (BDG) ausgewählt, mit dem Ziel, Gesteine, die aufgrund ihrer geologischen Entstehung und wirtschaftlichen Bedeutung bemerkenswert sind, in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Termine 

28.4.17 Präsentation
           in Bad Berneck


2017: Vom Schotter bis zum Urgesteinsmehl: Diabas

 

IbergDiabase sind ein rechter Tausendsassa: sie werden für Bildhauerarbeiten genauso wie für Gleisschotter verwendet und sorgen auf Straßen für einen guten Grip. Außerdem dienen sie gemahlen wegen ihres hohen Kalzium- und Magnesiumgehaltes als „Urgesteinsmehl“ zur Bodenverbesserung im Gartenbau und in der Landwirtschaft.
Foto: Diabas-Steinbruch Iberg, Geologischer Dienst NRWr Informationen

Hier erhalten Sie Informationen über:

Hintergrundwissen Diabas

Informationen zu dem Foto

Poster zum Tag des Geotops 2017

 

Diabase sind leicht zu bearbeiten, weswegen aus dem Gestein Säulen, Grabsteine,  Fassadenplatten oder Bodenbeläge gefertigt werden. Handelssorten sind z.B. Hessisch-Neugrün, Verde India, Pista Green u.a. In der Steinzeit diente Diabas auch für die Herstellung von einfachen Werkzeugen wie Beilen, Schabern, Klingen u.ä.. Auch für Bildhauerarbeiten eignet sich Diabas.

 

Diabas aus deutschen Steinbrüchen wird wegen der hohen Druckfestigkeit und Frostbeständigkeit des Gesteins gegenwärtig hauptsächlich zu Schottern und Splitten aufbereitet, die als Gleisschotter und im Straßenbau Verwendung finden. Beliebt sind Diabaskörnungen wegen ihrer guten Haftungseigenschaften auch in Form von Edelsplitten als Zuschlag im Asphalt, wo sie unter dem Stichwort „Flüsterasphalt“ zur Minderung der Fahrgeräusche beitragen. Die hohe Polierresistenz von Diabassplitten sorgt zwischen Deckschichten und Reifen für einen guten Grip und macht so den Straßenverkehr sicherer.urden folgende Gesteine gekürt:

Gestein des Jahres

2016:    Sand
2015:    Gneis

2014:    Phonolith
2013:    Kaolin
2012:   Quarzit
2011:   Tuff
2010:   Kalkstein

Diabase sind durch schwach metamorphe Umwandlung aus untermeerisch ausgeflossenen Basalten entstanden. Es sind kristalline, meist kleinkörnige Gesteine, die in der Regel als lagerförmige Intrusivkörper in sedimentärem Nebengestein, meist Tonschiefern, auftreten. Die grünliche Verfärbung der ursprünglich schwarzen Gesteine entsteht durch die Neubildung von Chlorit und Epidot im marinen Milieu. Auf Grund ihres Mineralbestandes und ihres kompakten Leistengefüges besitzen Diabase eine hohe Dichte.

 

Verbreitungsgebiete von Diabasen im Wechselfolgen mit verschiedenartigen Sedimenten  wie Kalk oder Tonschiefer sind meist durch kuppenförmige Landschaften charakterisiert, in denen die Diabase als Härtlinge hervortreten.

Kontakt:

Dr. Werner Pälchen
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