Anmeldung

Wer ist online

Aktuell sind 65 Gäste und keine Mitglieder online

Das Gestein des Jahres wird jeweils von einem Expertengremium unter
Leitung des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler (BDG) ausgewählt, mit dem Ziel, Gesteine, die aufgrund ihrer geologischen Entstehung und wirtschaftlichen Bedeutung bemerkenswert sind, in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Termine 

 

 Klimaindikator und schwarzes Gold: Steinkohle – das Gestein des Jahres 2018

 

Steinkohle Pflanzenfossil WebDas alles kann Steinkohle sein: Klimaindikator der Vergangenheit oder schwarzes Gold der Wirtschaft – allerdings auch Klimakiller der Gegenwart. Die Beurteilung verändert sich je nach fachlichem Blickwinkel, ob naturwissenschaftlich, wirtschaftshistorisch oder vom aktuellen gesellschaftspolitischen Standpunkt.
Foto: Farn, Steinkohlegrube von Zwickau-Oberhohndorf/Sachsen
Bildrechte: TU Bergakademie Freiberg/Kogan/Gaitzsch.

Hier erhalten Sie Informationen über:

Poster zum Tag des Geotops 2017

   

Kohle freiSteinkohle war mehr als zwei Jahrhunderte lang Lebenselixier und Motor der Industrialisierung in ganz Mitteleuropa. Infolge der in den letzten Jahrzehnten erkannten negativen Auswirkungen der insbesondere durch fossile Brennstoffe verursachten Treibhausgasemissionen ist dere einst begehrte Rohstoff zu einem der am meisten kritisierten Objekte der Umweltbewegung verkommen.
Bild: Steinkohle, copyright: BGR

Die Verfügbarkeit alternativer Energiequellen und die Unrentabilität im Vergleich zu Weltmarktpreisen macht Förderung von Steinkohle in Deutschland nunmehr unwirtschaftlich und entbehrlich, weshalb die letzte Zeche 2018 geschlossen wird. Damit wird der Rohstoff Steinkohle aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden und nur noch Gegenstand musealer Präsentation sein.

Gestein des Jahres

2017: Diabas
2016:    Sand
2015:    Gneis

2014:    Phonolith
2013:    Kaolin
2012:   Quarzit
2011:   Tuff
2010:   Kalkstein

 

 

Für die Geowissenschaften war und bleibt Steinkohle eine wichtige Quelle von Informationen über die Entwicklungsgeschichte der betreffenden Regionen der Erdkruste. Insbesondere für die Klimageschichte und die Entwicklung von Flora und Fauna ist die heute in Form von Kohlen vorliegende ursprüngliche Moorvegetation ein markanter Indikator. Nicht umsonst hat dieser Abschnitt der Erdgeschichte zwischen 360 und 300 Millionen Jahren den Namen „Karbon“ erhalten. Durch die exotisch anmutenden Pflanzenfossilien wie Schachtelhalme und Siegelbäume sind viele Laien mit geologischen Fragen bekannt geworden und geologische Forschungen wurden so enorm befruchtet.

 

Kontakt:

Dr. Werner Pälchen
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!