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Gestein des Jahres

Das Gestein des Jahres wird jeweils von einem Expertengremium unter
Leitung des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler (BDG) und der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (DGG) ausgewählt, mit dem Ziel, Gesteine, die aufgrund Ihrer geologischen Entstehung und wirtschaftlichen Bedeutung bemerkenswert sind, in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

 

 Termine

04.04.2014
Präsentation des Gestein des Jahres 2014 in Ehrenberg

 2014: Phonolith - ein Gestein für die Ohren?


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Dieses Gestein (griech.: phon = Klang, lithos = Stein) hieß tatsächlich bis ins 18. Jahrhundert hinein „Klingstein“, weil dünne Platten davon beim Anschlagen mit dem Hammer einen hellen Klang von sich geben. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Phonolith gelegentlich für Lithophone – ein Instrument ähnlich dem Xylophon, nur mit Stein- anstelle von Holzstäben – verwendet wird.

Mehr Informationen

Lesen Sie hier alles über Vorkommen des Phonolithen in Deutschland, seine Entstehung und Klassifizierung.

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Phonolithe sind alkalireiche vulkanische Gesteine von meist graugrüner Farbe. Sie bestehen hauptsächlich aus Feldspäten (v.a. Sanidin, Hochtemperatur-Alkalifeldspat) und sogenannten Feldspatvertretern wie z. B. dem Nephelin. Schaut man sich das makroskopisch dichte Gestein unter dem Mikroskop an, so entfaltet sich ein sperriges Gefüge aus kleinen leistenförmigen Kristallen, teilweise mit größeren Einsprenglingen. Sind die Kristall-Leisten durch das Fließen des heißen Gesteins parallel angeordnet, zeigt der Phonolith plattige Ausbildungen.

Gesteine der Jahre:

2013:   Kaolin
2012:   Quarzit
2011:   Tuff
2010:   Kalkstein
2009:   Basalt
2008:   Sandstein
2007:   Granit

 

Charakteristisch ist in einigen Vorkommen das Auftreten von Blasenhohlräumen, die mit schönen, bei Sammlern sehr begehrten Kristallen von Zeolithen oder Kalzit gefüllt sind.

Kontakt:Dr. Werner Pälchen
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Als Vulkangesteine sind Phonolithe häufig mit basaltischen Gesteinen vergesellschaftet. Das phonolithische Magma ist allerdings zähflüssiger, so dass sich eher Staukuppen und Schlotfüllungen anstelle von Lavaströmen ausbilden. Besonders auffällig ist dieser morphologische Unterschied in der Rhön zu beobachten, wo die Basalte große Flächen ausgebildet haben (Lange Rhön), die Phonolithe dagegen als freigelegte Vulkanschlote erscheinen (Kuppenrhön).

 

 Die Nutzung des Gesteins ist meist auf die Verwendung als Schotter und Splitt beschränkt. In geringem Umfang sind jedoch auch Werksteine (z.B. Grabsteine) daraus gefertigt worden. Außerdem findet das Gestein teilweise als Zuschlagstoff für die Glas- und Baustoff- sowie die Futtermittelindustrie Verwendung. Eine etwas außergewöhnliche Nutzung von Phonolith erfolgt in Bötzingen am Kaiserstuhl, wo Phonolith als Rohstoff für anorganischen Fango verwendet wird.